Im Gegensatz zu einem Arzt werden Anwälte von der breiten Bevölkerung nur selten mandatiert. Nachfolgend gebe ich daher in Auswahl wichtige Fragen wieder und beantworte diese, um Missverständnisse bei der Mandatierung eines Anwaltes zu vermeiden.

Was können Sie mit mir unverbindlich im Vorfeld abstimmen ?

Der erste Kontakt per Mail oder Telefon ist für Sie kostenfrei. Geklärt werden im ersten Kontakt folgende Fragen:

  1. Wird Ihr Anliegen von meinen Rechtsgebieten erfasst? Hintergrund: Nicht immer kann der Mandant sein Anliegen dem richtigen Rechtsgebiet zuordnen. Aus Gründen der Spezialisierung nehme ich nicht jeden Fall an. Bei Bedarf kann ich Ihnen aber einen passenden Kollegen benennen.
  2. Welche Kosten können ungefähr anfallen (beachten Sie hierzu aber bitte auch weiter unten den Punkt „In welcher Höhe fallen nach Auftragserteilung Kosten an“)?
  3. Wie zeitnah kann ein Termin gewährt und das Mandat bearbeitet werden?

Im 1. Kontakt erteile ich nie eine Rechtsberatung.

Wann sollten sie mich mandatieren?

In der Praxis erlebe ich häufig, dass meine Mandatierung erst erfolgt, wenn mit der Gegenseite bezüglich der Angelegenheit schon korrespondiert wurde.

Beispiel:

  • Der Arbeitnehmer geht allein zur Anhörung des Arbeitgebers, obwohl ihm wegen massiver privater Internetnutzung die Kündigung droht.

Auf der einen Seite ist diese Vorgehensweise verständlich, da man Anwaltskosten sparen will. Auf der anderen Seite verschlechtert sich hierdurch häufig die Ausgangssituation für den Mandanten. Alles was der Arbeitnehmer beispielsweise im Rahmen einer Anhörung aussagt, kann später bei der Kündigung auch im Grundsatz gegen ihn verwendet werden.

Daher ist es in der Regel empfehlenswert, den Anwalt möglichst früh zu mandatieren.

Wie geht es nach der Auftragserteilung weiter?

Sofern Sie sich für eine Mandatierung entscheiden, wird im nächsten Schritt entweder eine anwaltliche Erstberatung in meinem Büro durchgeführt oder Sie erteilen mir alternativ direkt einen Handlungsauftrag (z.B. Klage).

Wie läuft ein Mandat üblicherweise im Arbeitsrecht ab ?

Zunächst reiche ich eine Klage beim Arbeitsgericht ein. Dann wird vom Arbeitsgericht relativ schnell (innerhalb von wenigen Wochen) ein sogenannter Gütetermin bestimmt. In diesem Termin versucht das Gericht eine vergleichsweise Einigung ohne Urteil herbeizuführen. Funktioniert dies nicht, wird einige Monate später ein sogenannter Kammertermin bestimmt. In diesem wird noch einmal versucht, eine vergleichsweise Einigung zu erzielen. Funktioniert auch das nicht, wird der Rechtsstreit durch Urteil entschieden.

Kann ich ohne Termin in die Kanzlei kommen ?

Dies ist aufgrund von meinen vielen externen Terminen leider nicht möglich.

Zu welcher Uhrzeit werden Termine in der Kanzlei vergeben ?

Ich vergebe meine Termine geblockt. Ein Termin dauert bis zu einer Stunde, da ich mir für Ihr Anliegen Zeit nehmen möchte. Da meine Mandanten in der Regel berufstätig sind, vergebe ich fast alle meine Termine abends (19.00 Uhr oder 20.00 Uhr, im Falle von Kündigungen zur Not auch 21.00 Uhr). Es ist zur Not auch möglich, morgens vor Arbeitsbeginn einen Termin zu erhalten (06.00 Uhr oder 07.00 Uhr). Tagsüber vergebe ich nur im Ausnahmefall Termine, da ich dann bei Gericht oder bei sonstigen Außenterminen bin.

Welche Unterlagen reiche ich ein?

Sie sollten grundsätzlich alle Unterlagen einreichen, die zu Ihrem Anliegen vorhanden sind. Bitte reichen Sie keine Originale ein. Ich bevorzuge beim Übertragungsweg elektronische Dokumente im Format PDF oder DOC per Mail an meine persönliche Adresse info@kanzlei-hallermann.de. Bitte beachten Sie auch meine Datenschutzbelehrung auf dieser Homepage.

Ich benötige regelmäßig folgende Unterlagen: Aktuelle Gehaltsabrechnung; Arbeitsvertrag; Ggf: Kündigung, Arbeitszeugnis, Schriftverkehr

In welcher Höhe fallen Anwaltskosten an ?

Ab dem Zeitpunkt der Mandatierung entstehen für Sie Kosten. Auch die anwaltliche Erstberatung ist mit Kosten verbunden (in der Regel pauschal 190 Euro). Eine kostenlose Erstberatung biete ich nicht an, da ich Sie im Gespräch beraten und keine Werbung für Folgeaufträge machen möchte.

Eine genaue Einschätzung der weiteren Kosten ist meist nicht möglich, da die Kosten vom Umfang der Tätigkeit und vom Streitwert abhängen. Dies lässt sich vor Mandatierung nicht immer genau abschätzen und hängt von Faktoren ab, die ich nicht immer beeinflussen kann (z.B. Widerklage der Gegenseite). Das RVG sieht genaue Gebührentatbestände vor, so dass Rechnungen nach Belieben des Anwaltes nicht möglich sind.

Im Grundsatz besteht auch die Möglichkeit, beim Staat für bestimmte Verfahren Prozesskostenhilfe zu beantragen. Ich berechne dann aber einen Vorschuss, der erst nach Bewilligung der Prozesskostenhilfe erstattet wird. Sofern Ihr Anliegen mutwillig ist, werden Sie vom Staat keine Prozesskostenhilfe erhalten. Die Frage der Mutwilligkeit kann im Vorfeld mit mir erörtert werden. Bitte beachten Sie, dass ich rechtlich nicht verpflichtet bin, ein PKH Mandat anzunehmen. Bei besonders komplizierten Verfahren rechne ich auf Stundensatzbasis ab und biete keine Abrechnung über PKH an. Dies teile ich Ihnen aber rechtzeitig vor Mandatierung mit. Zum Thema Beratungsschein: Den Beratungsschein müssen Sie selbst beim Amtsgericht beantragen und zum Termin mitbringen. Ohne Schein müssen Sie eine Zahlung erbringen. Gerade bei zeitkritischen Terminen kann dies passieren, da der Andrang auf Beratungsscheine bei Gericht (vgl. KfZ-Zulassung) sehr groß ist.

Besonders schwierige Mandate rechne ich auf Stundensatzbasis ab, was ich aber im Vorfeld mit Ihnen vereinbare. Ohne Vereinbarung gilt immer das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz.

Wie gestaltet sich die Abrechnung, wenn ich eine Rechtsschutzversicherung habe ?

Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, rechne ich mit dieser ab. Bitte beachten Sie aber, dass im Zweifel meine Rechnung von Ihnen als Kostenschuldner zu begleichen ist, soweit im Vertrag Leistungsausschlüsse und Selbstbehalte vorhanden sind. Auskünfte hierzu kann ich als Anwalt leider nicht erteilen, da jede Versicherung andere Bedingungen hat.

Wann sind die Anwaltskosten zu zahlen?

Im Grundsatz bin ich erst bei Abschluss des Mandates zu bezahlen. Gerade Prozesse können sich aber über einen längeren Zeitraum hinziehen. In diesen Fällen berechne ich einen Vorschuss in Höhe von voraussichtlich der Hälfte der anfallenden Kosten. Diese Kosten können sich aber im Falle von unvorhergesehenen Ereignissen (z.B. Klageerweiterung) erhöhen.

Wie hoch ist das Prozesskostenrisiko ? 

Im außergerichtlichen Bereich fallen in der Regel nur die Kosten für meine Mandatierung an. Das Prozesskostenrisiko erörtere ich daher erst mit Ihnen, wenn außergerichtlich keine Lösung möglich ist.

Im Falle eines Prozesses können vornehmlich folgende Kosten anfallen: Gerichtskosten, Anwaltskosten der Gegenseite, Auslagen, Kosten für Sachverständige und Zeugen. Die Gerichtskosten sind in der Regel vor Klagezustellung zu zahlen. Die übrigen Kosten sind im Falle einer Niederlage nach Abschluss des Prozesses zu zahlen oder eventuell dann, wenn die Gegenseite nicht zahlungsfähig ist (gilt wiederum nicht für die Anwaltskosten der Gegenseite).

In welchen Fällen bekomme ich meine Anwaltskosten von der Gegenseite erstattet ? 

Die Anwaltskosten werden zunächst von Ihnen als Auftraggeber getragen. Im Falle eines Obsiegens ist es im Grundsatz denkbar, die Anwaltskosten bei der Gegenseite einzufordern. Vorab muss diese jedoch zahlungsfähig sein. Überdies sind auch im Falle eines Obsiegens die Anwaltskosten zum Teil nicht erstattungsfähig. Dies gilt insbesondere im Arbeitsrecht in der 1. Instanz. Im Falle eines Vergleiches hängt die Frage der Erstattungsfähigkeit davon ab, auf welche Kostenquote man sich geeinigt hat.

Wie werde ich im laufenden Mandat informiert?

Ich informiere Sie über den wesentlichen Verlauf und stehe Ihnen für Fragen jederzeit gerne zur Verfügung. Gerade im Falle von Prozessen ist es denkbar, dass über mehrere Monate nichts passiert. Sie können mich aber jederzeit per Telefon oder Mail kontaktieren, wenn Sie über Ihr Anliegen informiert werden möchten. Es ist auch möglich ein Reporting zu vereinbaren (Beispiel: Korrespondenz alle drei Monate, auch wenn nichts in Ihrem Fall passiert ist).

Worauf können sie sich bei mir verlassen ?

  1. Ich nehme keine erfolglosen Sachen an, da ich keine schlechte Bewertung im Internet erhalten möchte.
  2. Ich rufe in der Regel taggenau zurück.
  3. Ich beantworte meine Mails spätestens am nächsten Tag.
  4. Ich rede meine Mandanten nicht in einen Vergleich hinein, nur um die Akte abzuschließen.
  5. Ich bin werktags von 8 bis 19 Uhr erreichbar. Abends und am Wochenende ist mein Mandantenhandy ausgeschaltet, weil ich dann im Zweifel sowieso erst am nächsten Werktag etwas für Sie tun kann.

Gelten auch für mich als Mandanten gewisse Spielregeln ?

Der Mandant als Kunde ist für mich der König. Allerdings sollten auch Sie gewisse Empfehlungen einhalten, um die Zusammenarbeit zu erleichtern. Besonders wichtige Beispiele aus meiner Erfahrung:

  1. Mandanten unterschreiben nichts ohne es vorher ihrem Anwalt zu zeigen.
  2. Mandanten korrespondieren nie selbst mit der Gegenseite, da sie ansonsten ihre Position verschlechtern. Nur der Anwalt korrespondiert mit der Gegenseite, um Fehlinformationen und Gefühlsausbrüche zu vermeiden.
  3. Vor Gericht reden Mandanten in der Regel nicht, da sie auch hierdurch ihre Position meistens verschlechtern. Sie bezahlen ihren Anwalt, damit er für Sie redet.
  4. Ich frage meinen Anwalt lieber einmal zu viel als zu wenig und gebe lieber mehr als zu wenige Unterlagen / Informationen.

Wie kann ich mich davon überzeugen, dass RA Dr. Hallermann wirklich existiert und als Rechtsanwalt zugelassen ist?

Im Internetzeitalter erhalte ich gelegentlich Anfragen, wie ich meine Zulassung als Rechtsanwalt belegen kann. Dies kann ich nachvollziehen, da die Qualifikation für den Mandanten nicht immer nachzuvollziehen ist.

Daher nachfolgend der Link zum amtlichen Anwaltsverzeichnis der Bundesrechtsanwaltskammer, wo auch ich eingetragen bin:

http://www.rechtsanwaltsregister.org/SuchErgeb.aspx?lang=de&page=1

Hier finden Sie auch meinen Nachweis über die Zulassung als Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Welche Bedingungen gelten für eine Kündigung durch den Mandanten ?

Im Grundsatz kann der Mandant jederzeit das Mandat kündigen und einen anderen Anwalt mandatieren. Bitte beachten Sie aber, dass in diesem Fall häufig doppelte Anwaltskosten anfallen. In der Regel ist es besser, vor einer eventuellen Kündigung mit mir den Kontakt zu suchen und eventuelle Probleme offen anzusprechen.

Welche Bedingungen gelten für eine Kündigung durch den Anwalt ?

Bitte beachten Sie, dass auch ich als Anwalt den Mandatsvertrag im Grundsatz zu jeder Zeit kündigen kann. Von meiner Seite erfolgt eine Kündigung aber in der Regel nur, wenn das Vertrauensverhältnis völlig zerrüttet ist. Auch ich werde vor diesem Schritt das Gespräch mit Ihnen suchen.

Verbraucherstreitbeilegung

Sollten Sie einmal mit meiner Arbeit nicht zufrieden sein, können Sie die Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft anrufen, der ich angeschlossen bin: www.s-d-r.org

Welche Rechtsgebiete biete ich, welche Personen berate ich ?

Ich berate überwiegend Privatpersonen, Selbständige und Mittelständler.

Zu den Rechtsgebieten: Bitte halten Sie kostenlos mit mir per Mail oder Telefon Rücksprache, ob ich Fälle Ihrer Art bearbeite. Häufig kann der Mandant seinen Fall nicht dem richtigen Rechtsgebiet zuordnen. Sollte ich Ihr Anliegen nicht bearbeiten können, teile ich Ihnen gerne die Kontaktdaten eines spezialisierten Kollegen mit.

Welche Kriterien sollten bei der Wahl des richtigen Anwaltes maßgeblich sein ?
Fast jeder hat einen Haus- bzw. Zahnarzt, die er regelmäßig besucht. Man macht mit deren Tätigkeiten positive und negative Erfahrungen. Sofern man unzufrieden ist, wechselt man den Arzt. In der Regel ist man krankenversichert, so dass man sich hinsichtlich der Kosten keine Gedanken machen muss.

Diese Kriterien lassen sich nicht eins zu eins auf die Wahl des richtigen Anwaltes übertragen. Die meisten Menschen haben keinen „Hausanwalt“, da anwaltliche Dienste nicht regelmäßig benötigt werden. Man kann nicht auf Erfahrungen mit der Tätigkeit eines Anwalts zurück greifen und weiß häufig nicht, was man braucht.

Ein Anwalt wird meist erst mandatiert, wenn man eine Kündigung bekommt oder der Käufer nicht zahlt. Man steht unter Zeitdruck, was die richtige Wahl erschwert.

Die fehlenden Erfahrungen und der Zeitdruck führen häufig zu Fehlentscheidungen. Das fängt damit an, dass Begriffe wie Interessenschwerpunkte, Tätigkeitsschwerpunkte oder Experte nicht durch einen Lehrgang nachgewiesen werden müssen. Insoweit handelt es sich um bloße Werbung, was dem Mandanten aber häufig nicht bewusst ist. Auch der „Absolvent des Fachanwaltslehrgangs“ ist kein wirklicher Experte, da damit nur theoretische Kenntnisse nachgewiesen werden. Fachanwalt wird man aber nur, wenn auch praktische Kenntnisse vorhanden sind.

Wie kann man dennoch den richtigen Anwalt finden ? Hilfreich sind Empfehlungen, die Bekannte machen können. Auch Bewertungsportale im Internet (Anwalt.de) können zu Rate gezogen werden. Schließlich kann eine Nachfrage bei Anwaltverein / Rechtsanwaltskammer zielführend sein.

Welche Vorteile hat die Mandatierung eines speziellen einzelnen Anwaltes verglichen mit der Mandatierung einer ganzen Kanzlei ?

Bei einem einzelnen Rechtsanwalt haben Sie die Gewissheit, dass das Mandat auch wirklich von dem Anwalt bearbeitet wird, den Sie für Ihr Anliegen nach der Recherche im Internet oder auf Empfehlung ausgewählt haben.

Sofern Sie sich für eine Kanzlei mit mehreren Anwälten entscheiden, lernen Sie ggf. den Senior nur im Erstgespräch (und bei der Rechnung) kennen, während das Mandat selbst vom angestellten Berufsanfänger bearbeitet wird.

Die Situation kann man mit Ärzten vergleichen: In der Regel hat man nur einen Haus- bzw. Zahnarzt. Keiner sieht es gern, wenn er in einer größeren Praxis nicht vom Chef, sondern vom Arzt im Praktikum behandelt wird.

Kann ich bei Bedarf auch an einen anderen Anwalt „überwiesen“ werden ? Mit wem kooperiert RA Dr. Hallermann ?

Bei Fällen die nicht von mir bearbeitet werden überweise ich  Sie an einen spezialisierten Anwalt. Das Prinzip kennen Sie von Ihrem Hausarzt.

Ich arbeite überwiegend mit der Bürogemeinschaft Weinmann zusammen, wo ich auch mein Wormser Büro unterhalte. Eine Kooperation erfolgt insbesondere beim Mietrecht für Mieter, Strafrecht, Verkehrsrecht und Kindschaftsrecht.

Fast immer von mir bearbeitet werden Fälle aus dem Arbeitsrecht, Immobilienrecht und im Zusammenhang mit Scheidungen.

Warum sollen Sie sich gerade für mich entscheiden ?

Ich vermeide unnötigen administrativen Aufwand, da dies den Mandanten in seiner Angelegenheit nicht weiterbringt: In der Regel ist pro Mandat nur ein Bürotermin erforderlich, die restliche Kommunikation erfolgt online oder per Telefon. Mandate mit einer geringen Erfolgsaussicht lehne ich ab, selbst wenn eine Rechtsschutzversicherung vorhanden ist. Dies vor dem Hintergrund, dass ich gute Bewertungen im Internet erhalten möchte.

Bitte haben Sie daher Verständnis, wenn ich im Einzelfall ein Mandat nicht übernehme. Dies ist in Ihrem Interesse, da Sie unnütze Rechtsstreite nur Zeit und ggf. Geld kosten. Massengeschäft betreibe ich aufgrund meiner Spezialisierung nicht, so dass ich Ihnen eine persönliche Betreuung gewährleisten kann und mich nicht hinter dem Sekretariat verstecken muss. Mandanten erhalten meine Handynummer.

Da man mit Anwälten in der Regel nur selten zu tun hat, finden Sie die wichtigsten Fragen für das Verhältnis Anwalt/Mandant unter FAQ/Preise. Ich empfehle dies vor einer Kontaktaufnahme kurz durchzulesen, damit Sie sich gleich ein Bild über meine Arbeitsweise machen können.

Ich würde mich selbst als einen Anwalt bezeichnen, der soweit möglich versucht mit der Gegenseite eine vergleichsweise Einigung herbeizuführen. Eine Mediation ist insbesondere dann sinnvoll, wenn mit der Gegenseite das Verhältnis nicht total zerrüttet ist und beide Seiten an einer vergleichsweisen Einigung interessiert sind. Dies trifft vor allem auf das Arbeitsrecht zu, da beide Seiten hier weiter miteinander auskommen müssen.

Rechtsstreite bis in die letzte Instanz versuche ich zu vermeiden, da dies auch im Falle eines Erfolges aufgrund der Dauer (häufig mehrere Jahre) für den Mandanten in der Regel nicht zweckdienlich ist. Ich habe aber auch kein Problem damit, im Falle Ihres Wunsches eine Sache bis in die letzte Instanz durchzufechten. Es gilt für mich der Grundsatz: Der Mandant als Kunde ist der König.

Macht es Sinn einen „teuren“ Anwalt zu mandatieren, obwohl man die Rechtslage häufig kostenlos googeln kann ?

Die Frage ist teilweise mit ja und teilweise mit nein zu beantworten. Für Alltagsprobleme ist es häufig nicht sinnvoll, einen Anwalt zu mandatieren. Fehler bei der Gehaltsabrechnung und fehl ende Unterlagen beim Austritt (z.B. Meldebescheinigung für die Sozialversicherung) in diese Kategorie. Hier macht es häufig Sinn, im Internet zu googeln. Aber Vorsicht: Viele Beiträge sind aus dem Zusammenhang gerissen und teilweise falsch.

Nach meinem Verständnis sind Anwälte primär für wesentliche Probleme zu beauftragen (z.B. Kündigung, Mobbing, Arbeitszeugnis, Lohn, etc.). Hierbei geht es häufig auch darum, strategisch geschickt zu verhandeln. Dies kann man nur erfolgreich machen, wenn mehrere Jahre Berufserfahrung vorhanden sind. Gerade im Arbeitsrecht muss man die wechselseitigen Interessen von Arbeitnehmer und Arbeitgeber kennen. Die Rechtslage allein hilft hier nicht weiter.

In diesen Fällen wird daher regelmäßig die Mandatierung eines Anwaltes sinnvoll sein, wenn dies auch naturgemäß nicht kostenlos möglich ist. Bitte berücksichtigen Sie in diesem Zusammenhang auch, dass ein Urlaub in Übersee, ein größerer Handwerkereinsatz im Haus oder umfangreiche Reparaturen am Auto höhere Kosten verursachen können. Häufig ist man jedoch eher geneigt, für solche „Investitionen“ zu zahlen als für einen Anwalt. Das hängt eventuell damit zusammen, dass man die Tätigkeit und die Sachkosten eines Anwaltes nicht sieht. Zu berücksichtigen ist aber, dass ein Anwalt Miet-, Personal und Sachkosten hat. Außerdem muss er auf seine Einnahmen 19 % Umsatzsteuer abführen.

Sollten Sie Angst vor zu hohen Anwaltskosten haben, ist in der Regel zunächst eine anwaltliche Erstberatung zum vorher vereinbarten Pauschalpreis zweckdienlich. Sprechen Sie mich bei Bedarf gerne an.

Wie wahre ich meine Unabhängigkeit ?

Relativ häufig werde ich von Mandanten mit dem Vorwurf konfrontiert, dass Anwälte mit dem Gericht, der Gegenseite oder gar dem anderen Anwalt „unter einer Decke stecken“. Begründet wird dies damit, dass sich zumindest in einer Stadt die Anwälte und Richter untereinander häufig kennen.

Jeder Anwalt macht sich wegen Parteiverrates strafbar, wenn er gegen die Interessen seines Mandanten handelt. Jeder Richter riskiert den Verlust seines Postens, wenn er befangen ist. Vor diesem Hintergrund kommt ein Parteiverrat in der Praxis selten vor. Richtig ist nur, dass sich gerade in einer kleineren Stadt die Anwälte und Richter untereinander häufig kennen. Das ist aber nur von Bedeutung für den Umgang und Respekt untereinander.

Meine Unabhängigkeit wahre ich auch dadurch, dass die öffentliche Hand und ihre nahestehende Organisationen von mir nicht vertreten werden. Dies gilt insbesondere für das Klinikum Worms, die Universitätsklinik Mainz, Lebenshilfe, AWO, die Städte Worms, Mainz, Alzey und Frankenthal.

Warum habe ich Standorte in Worms und Mainz ?

In Worms wurde meine Kanzlei gegründet. In Mainz befinden sich viele bedeutende Gerichte (Landesarbeitsgericht, Landgericht, Landessozialgericht). Deswegen bin ich häufiger hier tätig und habe auch ein Büro eingerichtet. An beiden Standorten kann ich innerhalb von wenigen Werktagen einen Termin anbieten.

Wer ist RA Dr. Hallermann ?

Ich wurde 1978 in Trier geboren, habe Jura in Mannheim studiert und mein Referendariat in Frankenthal gemacht. In meiner Freizeit mag ich gutes Essen, lese viel und treibe regelmäßig Sport, da man als Anwalt zu viel sitzt und sich zu wenig bewegt. Ich mag Schäferhunde. Die Kanzlei wurde von mir im Jahre 2009 in Worms gegründet und befindet sich inzwischen im Stadtteil Worms-Hochheim. In Worms trifft man mich häufig im Schlosspark oder auch im schönen Coffee Brothers an.

Weitere private Informationen über mich finden Sie in meinem privaten Facebookprofil. Gerne können sie mich Ihren Kontakten hinzufügen. Eine mandatsbezogene Kommunikation über Facebook ist aber aus Datenschutzgründen ausgeschlossen.

Zwischenzeitlich biete ich auch Besprechungsmöglichkeiten in der Landeshauptstadt Mainz an, da hier viele Behörden ansässig sind. In Worms und in Mainz kann ich in der Regel innerhalb von drei Werktagen einen Besprechungstermin anbieten.  Im Falle von Kündigungen versuche ich nach Möglichkeit am selben Tag einen Termin zu vergeben.