Fast jeder Bürger hat einen Haus- bzw. Zahnarzt, so dass man die Abläufe in der Praxis kennt. Im Gegensatz zu Ärzten werden Anwälte von der breiten Bevölkerung nur selten mandatiert. Es bestehen daher weit verbreitete Irrtümer insbesondere beim Mandatsumfang und den Kosten. Nachfolgend gehe ich auf wichtige Fragen ein, um Missverständnisse bei der Mandatierung zu vermeiden.

1. Was kostet die Mandatierung ?

Mit welchem Stundensatz werden Mandate der Kanzlei abgerechnet?

Der Stundensatz der Kanzlei beträgt 250,00 EUR zzgl. Umsatzsteuer.

Wie gestaltet sich die Abrechnung, wenn ich eine Rechtsschutzversicherung habe?

Soweit Ihre Rechtsschutzversicherung Zahlungen erbringen sollte, werden diese mit der Kostennote der Kanzlei verrechnet. Fragen zur Höhe der Erstattung kann nur Ihre Versicherung beantworten, da insoweit der Tarif maßgeblich ist. Soweit der Versicherer nicht leistet, sind die Kosten von der Mandantschaft zu erstatten.

Wann sind die Anwaltskosten zu zahlen?

Von der Kanzlei werden im laufenden Mandat regelmäßig Abschlagsrechnungen erstellt. Bei Bedarf ist eine Ratenzahlung möglich.

Welche Grundsätze gelten für das Prozesskostenrisiko?

Im Falle einer rechtlichen Auseinandersetzung können vornehmlich folgende Kosten anfallen:

  • Gerichtskosten
  • Anwaltskosten der Gegenseite
  • Auslagen
  • Kosten für Sachverständige und Zeugen

Die Gerichtskosten sind in der Regel vor Klagezustellung zu zahlen. Eine genaue Bezifferung des Prozesskostenrisikos ist in der Regel nicht möglich. Es kann allenfalls eine grobe Schätzung durch die Kanzlei erfolgen.

Bekomme ich meine Anwaltskosten von der Gegenseite erstattet?

Die Anwaltskosten werden vorrangig von der Mandantschaft getragen. Im Falle eines Obsiegens ist es im Grundsatz denkbar, die Anwaltskosten bei der Gegenseite einzufordern. Über Höhe und Bedingungen der Erstattung kann im jeweiligen Mandat eine Auskunft erteilt werden.

2. Was ist im laufenden Mandat zu beachten?

Wie werde ich im laufenden Mandat informiert?

Ich informiere Sie über den wesentlichen Verlauf und stehe Ihnen für Fragen jederzeit gerne zur Verfügung. Gerade im Falle von Prozessen ist es denkbar, dass über mehrere Monate nichts passiert. Sie können mich aber jederzeit per Telefon oder Mail kontaktieren, wenn Sie über Ihr Anliegen informiert werden möchten. Es ist auch möglich, ein Reporting zu vereinbaren (Beispiel: Korrespondenz alle drei Monate, auch wenn nichts in Ihrem Fall passiert ist).

Worauf können sie sich bei mir verlassen?

  1. Ich nehme keine erfolglosen Sachen an, da ich keine schlechte Bewertung im Internet erhalten möchte.
  2. Ich rufe in der Regel taggenau zurück.
  3. Ich beantworte meine Mails spätestens am nächsten Tag.
  4. Ich rede meine Mandanten nicht in einen Vergleich hinein, nur um die Akte abzuschließen.
  5. Ich bin werktags von 8 bis 18 Uhr erreichbar. Abends und am Wochenende ist mein Mandantenhandy ausgeschaltet, weil ich dann im Zweifel sowieso erst am nächsten Werktag etwas für Sie tun kann.

Gelten auch für die Mandantschaft gewissen Spielregeln?

Die Interessen der Mandantschaft werden immer vorrangig behandelt. Allerdings sollten auch Sie gewisse Empfehlungen einhalten, um die Zusammenarbeit zu erleichtern. Besonders wichtige Beispiele aus meiner Erfahrung:

  1. Mandanten unterschreiben nichts, ohne es vorher ihrem Anwalt zu zeigen.
  2. Mandanten korrespondieren nie selbst mit der Gegenseite, da sie ansonsten ihre Position verschlechtern. Nur der Anwalt korrespondiert mit der Gegenseite, um Fehlinformationen und Gefühlsausbrüche zu vermeiden.
  3. Ich frage meinen Anwalt lieber einmal zu viel als zu wenig und gebe lieber mehr als zu wenige Unterlagen / Informationen.

Welche Bedingungen gelten für eine Kündigung durch die Mandantschaft?

Im Grundsatz kann die Mandantschaft jederzeit das Mandat kündigen und einen anderen Anwalt mandatieren. Bitte beachten Sie aber, dass in diesem Fall häufig doppelte Anwaltskosten anfallen. In der Regel ist es besser, vor einer eventuellen Kündigung mit mir den Kontakt zu suchen und eventuelle Probleme offen anzusprechen.

Welche Bedingungen gelten für eine Kündigung durch den Anwalt?

Bitte beachten Sie, dass auch ich als Anwalt den Mandatsvertrag im Grundsatz zu jeder Zeit kündigen kann. Von meiner Seite erfolgt eine Kündigung aber in der Regel nur, wenn das Vertrauensverhältnis völlig zerrüttet ist. Auch ich werde vor diesem Schritt das Gespräch mit Ihnen suchen.

Verbraucherstreitbeilegung

Sollten Sie einmal mit meiner Arbeit nicht zufrieden sein, können Sie die Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft anrufen, der ich angeschlossen bin: www.s-d-r.org

Wie wahre ich meine Unabhängigkeit?

Relativ häufig werde ich von Mandanten mit dem Vorwurf konfrontiert, dass Anwälte mit dem Gericht, der Gegenseite oder gar dem anderen Anwalt „unter einer Decke stecken“. Begründet wird dies damit, dass sich zumindest in einer Stadt die Anwälte und Richter untereinander häufig kennen.

Jeder Anwalt macht sich wegen Parteiverrates strafbar, wenn er gegen die Interessen seiner Mandantschaft handelt. Jeder Richter riskiert den Verlust seines Postens, wenn er befangen ist. Vor diesem Hintergrund kommt ein Parteiverrat in der Praxis selten vor. Richtig ist nur, dass sich gerade in einer kleineren Stadt die Anwälte und Richter untereinander häufig kennen. Das ist aber nur von Bedeutung für den Umgang und Respekt untereinander.

Warum habe ich Standorte in Worms und Mainz?

In Worms wurde meine Kanzlei gegründet. In Mainz befinden sich viele bedeutende Gerichte (Landesarbeitsgericht, Landgericht, Landessozialgericht). Deswegen bin ich häufiger hier tätig und habe auch ein Büro eingerichtet. An beiden Standorten kann ich innerhalb von wenigen Werktagen einen Termin anbieten.

3. Welche Mandate betreut die Kanzlei?

Empfehlung: Anfrage per E-Mail

Mandatsanfragen können kostenfrei unter info@kanzlei-hallermann.de gestellt werden. Diese Vorgehensweise wird ausdrücklich empfohlen, da Ihnen schnell eine Auskunft erteilt werden kann. Bitte geben Sie für Rückfragen eine Telefonnummer an.

Bestand von Arbeits- und Dienstverhältnissen

Vorrangig begleitet die Kanzlei das Aushandeln eines Aufhebungsvertrages, die – angedrohte – Kündigung von Beschäftigungsverhältnissen, die – angedrohte – Versetzung in den Ruhestand, Disziplinarverfahren sowie das Mobbing. Bei diesen Themen versteht sich die Kanzlei als „Allrounder“ und berät auch zu Folgefragen wie Beurteilungen, Sperrzeiten und Freistellungen.

Welche Mandate müssen leider abgelehnt werden ?

Isolierte Beratungen zu einzelnen Rechtsfragen werden nicht angeboten, da dies weder für die Mandantschaft noch die Kanzlei sinnvoll ist. Bitte beachten Sie, dass die Texte auf der Homepage vorrangig ein Serviceangebot für die Bestandsmandantschaft ohne Beratung im konkreten Einzelfall sind. Hieraus lässt sich nicht schließen, welche Neumandate angenommen werden können. Die isolierte Beratung oder Vertretung zu Themen wie Beihilfe, Höhe des Ruhegehaltes, Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld I, Krankengeld, Eingruppierung, Höherstufung wird nicht angeboten.