Fast jeder Bürger hat einen Haus- bzw. Zahnarzt, so dass man die Abläufe in der Praxis kennt. Im Gegensatz zu Ärzten werden Anwälte von der breiten Bevölkerung nur selten mandatiert. Es bestehen daher weit verbreitete Irrtümer insbesondere beim Mandatsumfang und den Kosten. Nachfolgend gehe ich auf wichtige Fragen ein, um Missverständnisse bei der Mandatierung zu vermeiden.

1. Was kostet die Mandatierung ?

Mit welchem Stundensatz werden Mandate der Kanzlei abgerechnet?

Der Stundensatz der Kanzlei beträgt 250,00 EUR zzgl. Umsatzsteuer.

Wie hoch sind die Kosten von RA Dr. Hallermann im Einzelfall?

Die Frage lässt sich leider nicht pauschal beantworten, da dies von den Umständen des Einzelfalls abhängt. Nachfolgend können daher nur einige Beispiele zur Veranschaulichung gegeben werden. Sofern Sie eine Beratung ohne Vertretung durch den Anwalt wünschen, wird in der Regel ein Kostenvorschuss in Höhe von 1.500,00 EUR brutto berechnet. Eine Beratung lässt sich nicht auf eine einzelne Besprechung in der Kanzlei beschränken. Vielmehr muss der Termin mittels Unterlagen vorbereitet und ggf. auch nachbereitet werden. Vor diesem Hintergrund fällt in der Regel ein Stundenaufwand von mindestens vier bis fünf Stunden an. Bitte beachten Sie auch, dass ich als Anwalt berufsrechtlich weitgehende Beratungspflichten habe und mich nicht auf einzelne isolierte Fragen der Mandantschaft beschränken kann. Die Mandantschaft kann häufig die eigentlichen rechtlichen Probleme des Falles nicht erkennen. Häufig wird von der Mandantschaft eingewendet, dass noch keine relevante Korrespondenz mit der Gegenseite vorhanden ist. In diesem Fall ist aber zu erörtern, ob die Mandatierung eines Anwalts zielführend ist. Ohne eine gewisse Korrespondenz kann kaum eine zielgerichtete Beratung durch den Anwalt erfolgen. Gerne können Sie insoweit Mandatsanfragen per Mail an mich stellen. Ich teile Ihnen die Höhe des Vorschusses mit. Ich behalte mir aber auch vor, entsprechende Mandate nicht anzunehmen.

Im Falle einer außergerichtlichen Vertretung wird in der Regel ein Vorschuss in Höhe von 3.500,00 EUR brutto berechnet.

Im Falle eines Prozesses müssen Sie mit Kosten von mehr als 5.000,00 EUR brutto rechnen. Dies gilt gerade für Verwaltungsprozesse, die sich häufig über Jahre erstrecken.

Die Mandate werden in der Regel nach geleistetem Aufwand monatlich abgerechnet. So erhalten Sie den Überblick über die Kosten, bekommen mit der Zeit auch ein Gefühl für den Stundenaufwand. Größere Tätigkeiten wie Akteneinsichten werde ich immer im Vorfeld mit Ihnen abstimmen. Eine Deckelung des Stundenaufwandes ist nicht möglich. Wie bereits ausgeführt bin ich berufsrechtlich zu einer ordnungsgemäßen Mandatsführung verpflichtet, was bei einem Unterschreiten eines gewissen zeitlichen Mindestaufwandes nicht mehr möglich ist.

Wie gestaltet sich die Abrechnung, wenn ich eine Rechtsschutzversicherung habe?

Soweit Ihre Rechtsschutzversicherung Zahlungen erbringen sollte, werden diese mit der Kostennote der Kanzlei verrechnet. Fragen zur Höhe der Erstattung kann nur Ihre Versicherung beantworten, da insoweit der Tarif maßgeblich ist. Soweit der Versicherer nicht leistet, sind die Kosten von der Mandantschaft zu erstatten.

Wann sind die Anwaltskosten zu zahlen?

Von der Kanzlei werden im laufenden Mandat regelmäßig Abschlagsrechnungen erstellt. Bei Bedarf ist eine Ratenzahlung möglich.

Welche Grundsätze gelten für das Prozesskostenrisiko?

Im Falle einer rechtlichen Auseinandersetzung können vornehmlich folgende Kosten anfallen:

  • Gerichtskosten
  • Anwaltskosten der Gegenseite
  • Auslagen
  • Kosten für Sachverständige und Zeugen

Die Gerichtskosten sind in der Regel vor Klagezustellung zu zahlen. Eine genaue Bezifferung des Prozesskostenrisikos ist in der Regel nicht möglich. Es kann allenfalls eine grobe Schätzung durch die Kanzlei erfolgen.

Bekomme ich meine Anwaltskosten von der Gegenseite erstattet?

Die Anwaltskosten werden vorrangig von der Mandantschaft getragen. Im Falle eines Obsiegens ist es im Grundsatz denkbar, die Anwaltskosten bei der Gegenseite teilweise einzufordern. Über Höhe und Bedingungen der Erstattung kann im jeweiligen Mandat eine Auskunft erteilt werden.

2. Was ist im laufenden Mandat zu beachten?

Wie lange braucht RA Dr. Hallermann für die Bearbeitung meiner Akte?

Die Mandate können in der Regel zeitnah abgearbeitet werden, da die Kanzlei kein Massengeschäft betreibt, sondern sich auf ausgesuchte Mandate beschränkt, die auf Stundensatzbasis abgerechnet werden. Es können Besprechungstermine in der Kanzlei in der Regel innerhalb von einer Woche gewährt werden. Auch sonstige Korrespondenz mit einem überschaubaren Zeitaufwand kann in der Regel zügig abgearbeitet werden. Bei längeren Schriftsätzen im außergerichtlichen und gerichtlichen Bereich kann es jedoch vereinzelt zu längeren Bearbeitungsfristen kommen. Hierbei werden jedoch die Interessen der Mandantschaft immer ausreichend berücksichtigt. Es ist nur leider nicht immer möglich, Schriftsätze innerhalb von ein bis zwei Wochen zu erstellen, wenn gerade Fristsachen zur vorrangigen Bearbeitung anstehen. Gerade im Falle von Verwaltungsprozessen ist aber sichergestellt, dass spätestens ein Monat vor der mündlichen Verhandlung die gesamte notwendige Korrespondenz bei Gericht vorliegt. Das Gericht selbst wird in der Regel nicht früher mit einer intensiven Vorbereitung der mündlichen Verhandlung beginnen.

Wie werde ich im laufenden Mandat informiert?

Ich informiere Sie über den wesentlichen Verlauf und stehe Ihnen für Fragen jederzeit gerne zur Verfügung. Gerade im Falle von Prozessen ist es denkbar, dass über mehrere Monate nichts passiert. Sie können mich aber jederzeit per Telefon oder Mail kontaktieren, wenn Sie über Ihr Anliegen informiert werden möchten. Es ist auch möglich, ein Reporting zu vereinbaren (Beispiel: Korrespondenz alle drei Monate, auch wenn nichts in Ihrem Fall passiert ist).

Worauf können sie sich bei mir verlassen?

  1. Ich nehme keine erfolglosen Sachen an, da ich keine schlechte Bewertung im Internet erhalten möchte.
  2. Ich rufe in der Regel taggenau zurück.
  3. Ich beantworte meine Mails spätestens am nächsten Tag.
  4. Ich rede meine Mandanten nicht in einen Vergleich hinein, nur um die Akte abzuschließen.
  5. Ich bin werktags von 8 bis 18 Uhr erreichbar. Abends und am Wochenende ist mein Mandantenhandy ausgeschaltet, weil ich dann im Zweifel sowieso erst am nächsten Werktag etwas für Sie tun kann.

Gelten auch für die Mandantschaft gewissen Spielregeln?

Die Interessen der Mandantschaft werden immer vorrangig behandelt. Allerdings sollten auch Sie gewisse Empfehlungen einhalten, um die Zusammenarbeit zu erleichtern. Besonders wichtige Beispiele aus meiner Erfahrung:

  1. Mandanten unterschreiben nichts, ohne es vorher ihrem Anwalt zu zeigen.
  2. Mandanten korrespondieren nie selbst mit der Gegenseite, da sie ansonsten ihre Position verschlechtern. Nur der Anwalt korrespondiert mit der Gegenseite, um Fehlinformationen und Gefühlsausbrüche zu vermeiden.
  3. Ich frage meinen Anwalt lieber einmal zu viel als zu wenig und gebe lieber mehr als zu wenige Unterlagen / Informationen.

Welche Bedingungen gelten für eine Kündigung durch die Mandantschaft?

Im Grundsatz kann die Mandantschaft jederzeit das Mandat kündigen und einen anderen Anwalt mandatieren. Bitte beachten Sie aber, dass in diesem Fall häufig doppelte Anwaltskosten anfallen. In der Regel ist es besser, vor einer eventuellen Kündigung mit mir den Kontakt zu suchen und eventuelle Probleme offen anzusprechen.

Welche Bedingungen gelten für eine Kündigung durch den Anwalt?

Bitte beachten Sie, dass auch ich als Anwalt den Mandatsvertrag im Grundsatz zu jeder Zeit kündigen kann. Von meiner Seite erfolgt eine Kündigung aber in der Regel nur, wenn das Vertrauensverhältnis völlig zerrüttet ist. Auch ich werde vor diesem Schritt das Gespräch mit Ihnen suchen.

Verbraucherstreitbeilegung

Sollten Sie einmal mit meiner Arbeit nicht zufrieden sein, können Sie die Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft anrufen, der ich angeschlossen bin: www.s-d-r.org

Wie wahre ich meine Unabhängigkeit?

Relativ häufig werde ich von Mandanten mit dem Vorwurf konfrontiert, dass Anwälte mit dem Gericht, der Gegenseite oder gar dem anderen Anwalt „unter einer Decke stecken“. Begründet wird dies damit, dass sich zumindest in einer Stadt die Anwälte und Richter untereinander häufig kennen.

Jeder Anwalt macht sich wegen Parteiverrates strafbar, wenn er gegen die Interessen seiner Mandantschaft handelt. Jeder Richter riskiert den Verlust seines Postens, wenn er befangen ist. Vor diesem Hintergrund kommt ein Parteiverrat in der Praxis selten vor. Richtig ist nur, dass sich gerade in einer kleineren Stadt die Anwälte und Richter untereinander häufig kennen. Das ist aber nur von Bedeutung für den Umgang und Respekt untereinander.

3. Welche Mandate betreut die Kanzlei?

Vorab: Kein Fernabsatzgeschäft. Bitte beachten Sie, dass die Kanzlei kein Fernabsatzgeschäft anbietet. Sofern Sie zum Beispiel nur per Telefon oder Videokonferenz beraten werden wollen, finden Sie evtl. ein entsprechendes Angebot auf der Seite anwalt.de.

Empfehlung: Unverbindliche Anfrage per E-Mail

Mandatsanfragen können kostenfrei unter info@kanzlei-hallermann.de gestellt werden. Diese Vorgehensweise wird ausdrücklich empfohlen, da Ihnen schnell eine Auskunft erteilt werden kann. Bitte geben Sie für Rückfragen eine Telefonnummer an.

Bestand von Arbeits- und Dienstverhältnissen

Vorrangig begleitet die Kanzlei das Aushandeln eines Aufhebungsvertrages, die – angedrohte – Kündigung von Beschäftigungsverhältnissen, die – angedrohte – Versetzung in den Ruhestand, Disziplinarverfahren sowie das Mobbing. Bei diesen Themen versteht sich die Kanzlei als „Allrounder“ und berät auch zu Folgefragen wie Beurteilungen, Sperrzeiten und Freistellungen.

Welche Mandate müssen leider abgelehnt werden ?

Isolierte Beratungen zu einzelnen Rechtsfragen werden nicht angeboten, da dies weder für die Mandantschaft noch die Kanzlei sinnvoll ist. Bitte beachten Sie, dass die Texte auf der Homepage vorrangig ein Serviceangebot für die Bestandsmandantschaft ohne Beratung im konkreten Einzelfall sind. Hieraus lässt sich nicht schließen, welche Neumandate angenommen werden können. Die isolierte Beratung oder Vertretung zu Themen wie Beihilfe, Höhe des Ruhegehaltes, Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld I, Krankengeld, Eingruppierung, Höherstufung wird nicht angeboten.