Was können Sie mit mir unverbindlich im Vorfeld abstimmen ?

Der erste Kontakt per Mail oder Telefon ist für Sie kostenfrei. Geklärt werden im ersten Kontakt folgende Fragen:

  1. Wird Ihr Anliegen von meinen Rechtsgebieten erfasst? Hintergrund: Nicht immer kann der Mandant sein Anliegen dem richtigen Rechtsgebiet zuordnen. Aus Gründen der Spezialisierung nehme ich auch selbst in „meinen“ Rechtsgebieten nicht jeden Fall an. Bei Bedarf kann ich Ihnen aber einen passenden Kollegen benennen.
  2. Welche Kosten können ungefähr anfallen (beachten Sie hierzu aber bitte auch weiter unten den Punkt „In welcher Höhe fallen nach Auftragserteilung Kosten an“)?
  3. Wie zeitnah kann ein Termin gewährt und das Mandat bearbeitet werden?

Im 1. Kontakt erteile ich nie eine Rechtsberatung. Eine rechtliche Beratung kann nur vor Ort beim mir in der Kanzlei erfolgen. Nach dem ersten Kontakt entscheiden Sie, ob und inwieweit eine Mandatierung erfolgt.

Wann sollten sie mich mandatieren?

In der Praxis erlebe ich häufig, dass meine Mandatierung erst erfolgt, wenn mit der Gegenseite bezüglich der Angelegenheit schon korrespondiert wurde.

Beispiele:

  1. Die Vermieterin spricht selbst die Eigenbedarfskündigung gegenüber dem Mieter aus und beauftragt einen Anwalt erst, wenn der Mieter nicht freiwillig auszieht.
  2. Der Arbeitnehmer geht allein zur Anhörung des Arbeitgebers, obwohl ihm wegen massiver privater Internetnutzung die Kündigung droht.
  3. Die Ehefrau versucht den Zugewinn mit ihrem Mann vor der Scheidung zu klären.

Auf der einen Seite ist diese Vorgehensweise verständlich, da man Anwaltskosten sparen will. Auf der anderen Seite verschlechtert sich hierdurch häufig die Ausgangssituation für den Mandanten. Um beim Beispiel aus dem Mietrecht zu bleiben: Die Eigenbedarfskündigung ist an strenge Voraussetzungen geknüpft. Es ist nicht zielführend, Musterkündigungen aus dem Internet zu verwenden, die diese nicht die Besonderheiten des Einzelfalles berücksichtigen. Die Vermieterin muss z.B. genau darlegen, warum sie die Wohnung für eigene Zwecke benötigt. Sofern die Anforderungen des BGB nicht gewahrt werden, muss eine neue Kündigung ausgesprochen werden, wodurch die Fristen wieder neu zu laufen beginnen. Der Mieter kann erst einmal weiter in der Wohnung bleiben, die Vermieterin kann den Eigenbedarf nicht geltend machen.

Daher ist es in der Regel empfehlenswert, den Anwalt möglichst früh zu mandatieren. Bitte beachten Sie auch, dass nach RVG rund die Hälfte der außergerichtlichen Kosten im Falle eines Prozesses angerechnet werden, da der Anwalt die Angelegenheit bereits kennt. Insoweit verdoppeln sich die Kosten nicht.

Wie geht es nach der Auftragserteilung weiter?

Sofern Sie sich für eine Mandatierung entscheiden, wird im nächsten Schritt entweder eine anwaltliche Erstberatung in meinem Büro durchgeführt oder Sie erteilen mir alternativ direkt einen Handlungsauftrag (z.B. Klage). Eine reine telefonische oder online – Beratung ohne persönlichen Kontakt biete ich nicht an, da dies nach meiner Auffassung für Sie nicht zweckmäßig ist. Sofern Sie Bedarf nach entsprechenden Angeboten haben, finden Sie diese im Internet (z.B. Frag einen Anwalt).

Wie läuft ein Mandat üblicherweise im Arbeitsrecht ab ?

Zunächst reiche ich eine Klage beim Arbeitsgericht ein. Dann wird vom Arbeitsgericht relativ schnell (innerhalb von wenigen Wochen) ein sogenannter Gütetermin bestimmt. In diesem Termin versucht das Gericht eine vergleichsweise Einigung ohne Urteil herbeizuführen. Funktioniert dies nicht, wird einige Monate später ein sogenannter Kammertermin bestimmt. In diesem wird noch einmal versucht, eine vergleichsweise Einigung zu erzielen. Funktioniert auch das nicht, wird der Rechtsstreit durch Urteil entschieden.

Kann ich ohne Termin in die Kanzlei kommen ?

Dies ist aufgrund von meinen vielen externen Terminen leider nicht möglich.

Zu welcher Uhrzeit werden Termine in der Kanzlei vergeben ?

Ich vergebe meine Termine geblockt. Ein Termin dauert bis zu einer Stunde, da ich mir für Ihr Anliegen Zeit nehmen möchte. Da meine Mandanten in der Regel berufstätig sind, vergebe ich fast alle meine Termine abends (19.15 Uhr oder 20.15 Uhr, im Falle von Kündigungen zur Not auch 21.15 Uhr). Es ist auch möglich, morgens vor Arbeitsbeginn einen Termin zu erhalten (06.15 Uhr oder 07.15 Uhr). Tagsüber vergebe ich nur im Ausnahmefall Termine, da ich dann bei Gericht oder bei sonstigen Außenterminen bin.

Welche Unterlagen reiche ich ein?

Sie sollten grundsätzlich alle Unterlagen einreichen, die zu Ihrem Anliegen vorhanden sind. Bitte reichen Sie keine Originale ein. Ich bevorzuge beim Übertragungsweg elektronische Dokumente im Format PDF oder DOC per Mail an meine persönliche Adresse ulrich.hallermann@googlemail.com. Bei vertraulichen Dokumenten ist eine verschlüsselte Übertragung möglich.

Im Arbeitsrecht benötige ich regelmäßig folgende Unterlagen: Aktuelle Gehaltsabrechnung; Arbeitsvertrag; Ggf: Kündigung, Arbeitszeugnis, Schriftverkehr

Im Familienrecht benötige ich regelmäßig folgende Unterlagen: Heiratsurkunde, Geburtsurkunde der Kinder

In welcher Höhe fallen Anwaltskosten an ?

Ab dem Zeitpunkt der Mandatierung entstehen für Sie Kosten. Auch die anwaltliche Erstberatung ist mit Kosten verbunden (in der Regel pauschal 190 Euro). Eine kostenlose Erstberatung biete ich nicht an, da ich Sie im Gespräch beraten und keine Werbung für Folgeaufträge machen möchte.

Eine genaue Einschätzung der weiteren Kosten ist meist nicht möglich, da die Kosten vom Umfang der Tätigkeit und vom Streitwert abhängen. Dies lässt sich vor Mandatierung nicht immer genau abschätzen und hängt von Faktoren ab, die ich nicht immer beeinflussen kann (z.B. Widerklage der Gegenseite). Das RVG sieht genaue Gebührentatbestände vor, so dass Rechnungen nach Belieben des Anwaltes nicht möglich sind.

Im Grundsatz besteht auch die Möglichkeit, beim Staat für bestimmte Verfahren Prozesskostenhilfe zu beantragen. Ich berechne dann aber einen Vorschuss, der erst nach Bewilligung der Prozesskostenhilfe erstattet wird. Sofern Ihr Anliegen mutwillig ist, werden Sie vom Staat keine Prozesskostenhilfe erhalten. Die Frage der Mutwilligkeit kann im Vorfeld mit mir erörtert werden. Bitte beachten Sie, dass ich rechtlich nicht verpflichtet bin, ein PKH Mandat anzunehmen. Bei besonders komplizierten Verfahren (insbesondere im Bankrecht) rechne ich auf Stundensatzbasis ab und biete keine Abrechnung über PKH an. Dies teile ich Ihnen aber rechtzeitig vor Mandatierung mit. Zum Thema Beratungsschein: Den Beratungsschein müssen Sie selbst beim Amtsgericht beantragen und zum Termin mitbringen. Ohne Schein müssen Sie eine Zahlung erbringen. Gerade bei zeitkritischen Terminen kann dies passieren, da der Andrang auf Beratungsscheine bei Gericht (vgl. KfZ-Zulassung) sehr groß ist.

Besonders schwierige Mandate rechne ich auf Stundensatzbasis ab, was ich aber im Vorfeld mit Ihnen vereinbare. Ohne Vereinbarung gilt immer das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz.

Wie gestaltet sich die Abrechnung, wenn ich eine Rechtsschutzversicherung habe ?

Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, rechne ich mit dieser ab. Bitte beachten Sie aber, dass im Zweifel meine Rechnung von Ihnen als Kostenschuldner zu begleichen ist, soweit im Vertrag Leistungsausschlüsse und Selbstbehalte vorhanden sind. Auskünfte hierzu kann ich als Anwalt leider nicht erteilen, da jede Versicherung andere Bedingungen hat. Insoweit empfiehlt es sich, ggf. in Abstimmung mit mir eine Deckungszusage beim Versicherer einzuholen.

Wann sind die Anwaltskosten zu zahlen?

Im Grundsatz bin ich erst bei Abschluss des Mandates zu bezahlen. Gerade Prozesse können sich aber über einen längeren Zeitraum hinziehen. In diesen Fällen berechne ich einen Vorschuss in Höhe von voraussichtlich der Hälfte der anfallenden Kosten. Diese Kosten können sich aber im Falle von unvorhergesehenen Ereignissen (z.B. Klageerweiterung) erhöhen.

Wie hoch ist das Prozesskostenrisiko ? 

Im außergerichtlichen Bereich fallen in der Regel nur die Kosten für meine Mandatierung an. Das Prozesskostenrisiko erörtere ich daher erst mit Ihnen, wenn außergerichtlich keine Lösung möglich ist.

Im Falle eines Prozesses können vornehmlich folgende Kosten anfallen: Gerichtskosten, Anwaltskosten der Gegenseite, Auslagen, Kosten für Sachverständige und Zeugen. Die Gerichtskosten sind in der Regel vor Klagezustellung zu zahlen. Die übrigen Kosten sind im Falle einer Niederlage nach Abschluss des Prozesses zu zahlen oder eventuell dann, wenn die Gegenseite nicht zahlungsfähig ist (gilt wiederum nicht für die Anwaltskosten der Gegenseite).

In welchen Fällen bekomme ich meine Anwaltskosten von der Gegenseite erstattet ? 

Die Anwaltskosten werden zunächst von Ihnen als Auftraggeber getragen. Im Falle eines Obsiegens ist es im Grundsatz denkbar, die Anwaltskosten bei der Gegenseite einzufordern. Vorab muss diese jedoch zahlungsfähig sein. Überdies sind auch im Falle eines Obsiegens die Anwaltskosten zum Teil nicht erstattungsfähig. Dies gilt insbesondere im Arbeitsrecht in der 1. Instanz. Im Falle eines Vergleiches hängt die Frage der Erstattungsfähigkeit davon ab, auf welche Kostenquote man sich geeinigt hat.

Wie werde ich im laufenden Mandat informiert?

Ich informiere Sie über den wesentlichen Verlauf und stehe Ihnen für Fragen jederzeit gerne zur Verfügung. Gerade im Falle von Prozessen ist es denkbar, dass über mehrere Monate nichts passiert. Sie können mich aber jederzeit per Telefon oder Mail kontaktieren, wenn Sie über Ihr Anliegen informiert werden möchten. Es ist auch möglich ein Reporting zu vereinbaren (Beispiel: Korrespondenz alle drei Monate, auch wenn nichts in Ihrem Fall passiert ist).

Worauf können sie sich bei mir verlassen ?

  1. Ich nehme keine erfolglosen Sachen an, da ich keine schlechte Bewertung im Internet erhalten möchte.
  2. Ich rufe in der Regel taggenau zurück.
  3. Ich beantworte meine Mails spätestens am nächsten Tag.
  4. Ich rede meine Mandanten nicht in einen Vergleich hinein, nur um die Akte abzuschließen.
  5. Ich bin werktags von 8 bis 19 Uhr erreichbar. Abends und am Wochenende ist mein Mandantenhandy aus, weil ich dann im Zweifel sowieso erst am nächsten Werktag etwas für Sie tun kann.

Gelten auch für mich als Mandanten gewisse Spielregeln ?

Der Mandant als Kunde ist für mich der König. Allerdings sollten auch Sie gewisse Empfehlungen einhalten, um die Zusammenarbeit zu erleichtern. Besonders wichtige Beispiele aus meiner Erfahrung:

  1. Mandanten unterschreiben nichts ohne es vorher ihrem Anwalt zu zeigen.
  2. Mandanten korrespondieren nie selbst mit der Gegenseite, da sie ansonsten ihre Position verschlechtern. Nur der Anwalt korrespondiert mit der Gegenseite, um Fehlinformationen und Gefühlsausbrüche (gerade im Familienrecht !) zu vermeiden.
  3. Vor Gericht reden Mandanten in der Regel nicht, da sie auch hierdurch ihre Position meistens verschlechtern. Sie bezahlen ihren Anwalt, damit er für Sie redet.
  4. Ich frage meinen Anwalt lieber einmal zu viel als zu wenig und gebe lieber mehr als zu wenige Unterlagen / Informationen.

Wie kann ich mich davon überzeugen, dass RA Dr. Hallermann wirklich existiert und als Rechtsanwalt zugelassen ist?

Im Internetzeitalter erhalte ich gelegentlich Anfragen, wie ich meine Zulassung als Rechtsanwalt belegen kann. Dies kann ich nachvollziehen, da die Qualifikation für den Mandanten nicht immer nachzuvollziehen ist.

Daher nachfolgend der Link zum amtlichen Anwaltsverzeichnis der Bundesrechtsanwaltskammer, wo auch ich eingetragen bin:

http://www.rechtsanwaltsregister.org/SuchErgeb.aspx?lang=de&page=1

Welche Bedingungen gelten für eine Kündigung durch den Mandanten ?

Im Grundsatz kann der Mandant jederzeit das Mandat kündigen und einen anderen Anwalt mandatieren. Bitte beachten Sie aber, dass in diesem Fall häufig doppelte Anwaltskosten anfallen. In der Regel ist es besser, vor einer eventuellen Kündigung mit mir den Kontakt zu suchen und eventuelle Probleme offen anzusprechen.

Welche Bedingungen gelten für eine Kündigung durch den Anwalt ?

Bitte beachten Sie, dass auch ich als Anwalt den Mandatsvertrag im Grundsatz zu jeder Zeit kündigen kann. Von meiner Seite erfolgt eine Kündigung aber in der Regel nur, wenn das Vertrauensverhältnis völlig zerrüttet ist. Auch ich werde vor diesem Schritt das Gespräch mit Ihnen suchen.

Verbraucherstreitbeilegung

Sollten Sie einmal mit meiner Arbeit nicht zufrieden sein, können Sie die Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft anrufen, der ich angeschlossen bin: www.s-d-r.org